Programm

 
 

Stand: 20. Mai 2008
Programm zum Download: programm2008_web.pdf

Sonntag, 8. Juni 2008, 11.00 Uhr
ERÖFFNUNG UND VERNISSAGE
"Inseln des Müßiggangs" - Europäische Kunstprojekte beim Inselsommer 2008

Zwanzig Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, Irland, Österreich, Polen, Italien und der Schweiz haben sich für das Europäische Künstlersymposium 2008 beim InselSommer beworben mit Vorschlägen zur Gestaltung von "Inseln des Müßiggangs". Die Jury (Dr. Reinhard Spieler, Wilhelm-Hack-Museum, der Schweizer Kulturminister a.D. Heinrich Gartentor nebst Vertreter des Publikums), hat drei Künstlerentwürfe zur Teilnahme ausgewählt.
Der Kulturverein FIT aus Berlin wird eine Tankstelle auf dem Festivalgelände nachbauen. An der weiß-roten Tankstelle können die Besucher des InselSommers neuer Energie aufladen. Dida Zende gestaltete bereits weltweit (u.a. in Berlin und Miami) stillgelegte Tankstellen um und erklärte sie zu "Filling Stations For Creative Spirit". (www.f-i-t.org)
Ausgewählt hat die Jury auch das Projekt "Love-on-Tour macht mal Pause" der Mannheimer Künstlerin Ursula Steuler. Sie wird ihren rosafarbenen Wohnwagen aufstellen. Um das 70er-Jahre-Gefährt mit seinem üppig rot gestalteten Innenbereich herum sollen verschiedene Ruheplätze eingerichtet werden, wie Hängematten, Schaukelstühle und Korbsessel. Die Besucher sollen die Möglichkeit haben, den eigenen Rhythmus zu finden.
Überzeugt hat auch der Entwurf der Kunststudentin Iwona Nadolna aus Polen, die überdimensionale Sitzkissen herstellen möchte. Die sogenannten "Talking Stones", können von den Besuchern des InselSommers individuell benutzt und herumgetragen werden. Die unterschiedlich großen Kissen laden zum Entspannen und Verweilen ein.

Die drei ausgewählten Kunstprojekte werden zur Eröffnung des InselSommers auf der Parkinsel präsentiert.
Es sprechen Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse, Staatssekretär Dr. Joachim Hoffmann-Göttig und die InselSommer-Verantwortlichen Peer Damminger und Eleonore Hefner.

Musikalisch gestalten die "Nachtigallen" die Eröffnung
Martin Haaß (Gitarre, Gesang, Bass u. a), Jutta Werbelow (Schlagzeug, Gesang, Bass u. a.) Rolf Schaude (Gitarre, Gesang, Bass)
www.nachtigallen.de
Leicht und luftig kommen die Songs der Nachtigallen daher, aber ebenso raffiniert und auf subtile Weise angeschrägt. "Entspannen, lächeln und lauschen - mehr ist im Angesicht der Nachtigallen nicht zu tun. Vor allem wenn sie dreistimmig singen, entsteht ein echtes Wohlgefühl..." (Hohenloher Zeitung)

 

 

 
Sonntag, 8. Juni 2008, 16.00 Uhr
PIRATENSCHWEIN (PREMIERE)
Theaterstück nach der Geschichte von Cornelia Funke

Was ein Piratenschwein überhaupt ist, das haben der dicke Sven und sein Schiffsjunge Pit bis zu dem Tag, als sie das Ferkel Jule aus einem heran treibenden Fass befreiten, auch nicht gewusst.

Eigentlich transportieren die beiden mit ihrem Schiff nur Rumfässer oder Kisten voller Dörrfisch von einer Insel zur anderen. Seit Jule bei ihnen ist, sitzt sie immer mit im Boot. Als sie eines Tages, weit draußen auf dem Meer, plötzlich laut zu quieken anfängt, entdecken Sven und Pit, dass Jule sie zu einem versunkenen Schatz gelotst hat. Fortan meldet sich Jule immer dort, wo die Piraten ihre Goldschätze versteckt haben.
Als dies einer wilden Piratenhorde zu Ohren kommt, dauert es nicht mehr lange und Jule wird entführt. Sven und Pit haben alle Hände voll zu tun, um Jule zu retten.

Montag, 9. Juni 2008, 18:00 Uhr
BLAUER MONTAG: MÜßIGGANG UND KONTEMPLATION

Arbeit heute steht vor allem im Dienste des Negotiums, also im Dienste des Geschäfts. Wörtlich übersetzt heißt Negotium "der Ort, wo Muße nicht ist". Muße (lat. otium) ist mit Glück eng verbunden und Glück eng mit Freiheit. Heute ist Erwerbsarbeit oder die Arbeit als Selbständiger jedoch überwiegend frei von Muße, Glück und Freiheit. Und vor allem ist sie häufig sinnlos geworden, die Märkte sind voll, die letzten Marktlücken geschlossen. Und allmählich erinnern sich die Menschen daran, dass es auch noch Tätigkeiten im Sinne des Otiums gab und wieder geben könnte. Davon handelt diese Veranstaltung.
Der Referent Dr. Thomas Friedrich ist Professor für Philosophie und Designtheorie an der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Mannheim. Er leitet dort das Institut für Designwissenschaft.
Vortrag zum Download

Montag, 9. Juni 2008, 20:00 Uhr
FEUERZANGENSOLO
Ein comediantischer Theaterabend mit Uwe Heene

"Ein absoluter Klassiker." "Einer der besten Filme aller Zeiten!" "Mein Lieblingsfilm mit ‚unserem' Rühmann!!!"
So oder ähnlich lauten die Kommentare zum berühmten Filmkunstwerk "Die Feuerzangenbowle". Heinz Rühmann entfachte damit 1939 eine Flamme in den Herzen seiner Zuschauer...
Jetzt zündet ein anderer Schauspieler ein ganz neues Feuerwerk!
Uwe Heene lässt das Herz der Feuerzangenbowle wieder auflodern. Sein Solo bringt sie alle zum Leben: Den "Schnauz" und die Lausejungens der Oberprima, den knatternden Direktor, die undurchdringliche Frage: "Watt is ene Dampfmaschin'?" und die gute alte Schule an sich... Dabei wird die Ein-Mann-Feuerzangenbowle nicht nur zum furiosen Kabinettstück, sondern auch zur zweiten ‚Liebeserklärung an die Schule'... - Dass die Schule es wieder mal nicht merken wird, darauf "pfeifft" der bekannte Akteur.
Und: Ja! - Er ist ein "Pfeiffer mit drei F"!!!

Mittwoch, 11. Juni 2008, 15:00 Uhr
ZERALDAS KOCHBUCH
Weil ihre Mutter sehr früh starb, beherrscht die kleine Zeralda schon im zarten Alter von sechs Jahren alle Kniffe und Tricks der Haute Cuisine. Ihre Rezepte sind berühmt, das Kochen ist ihre große Leidenschaft. Zeralda brät und backt, schmort und grillt, siedet und spickt und eines Tages rettet ihre Kochkunst ihr Leben. Als sie im Wald auf einen ausgehungerten Riesen stößt, hat der Rüpel das kleine Mädchen gleich zum Fressen gern und möchte es mit Haut und Haaren verspeisen. Aber Zeralda ist schlau, sie weiß, wie man Riesen zähmt. Sie folgt ihm auf sein Schloss, bringt ihm Manieren bei - und wenn sie nicht gestorben sind, frittieren sie noch heute!
Zeraldas Kochbuch ist ein Stück mundgerechtes Erzähltheater, leicht verdaulich für Kinder ab 5 Jahren und äußerst bekömmlich und köstlich für Erwachsene!

Mittwoch, 11. Juni 2008, 19:00 Uhr
KONZERT FÜR WOLKENGUCKER
Swingtêtes

Bertrand Le Guillou (Gitarre und Gesang), Manfred Pfeifer (Klarinette, Saxophon, Querflöte), Uli Bund (Gitarre), Jörg Jenner (Kontrabass)

Die Swingtêtes sind eine deutsch-französische Formation, die sich mit großer Leidenschaft unter anderem dem Repertoire Django Reinhardts gewidmet hat. Die Musik des Altmeisters wird geschmackvoll mit modern arrangierten französischen Chansons von Charles Trénet, Yves Montand, Henri Salvador oder Michel Legrand und andere gemischt. Neben Musette Walzer werden die großen Standards des Jazz variantenreich interpretiert (von Swing, Latin bis Funky-Groove) und auch die Emotionalität osteuropäischer Musik wird leidenschaftlich wiedergegeben.
Swingtêtes reisen mit ihrer Musik durch Zeit und Genres. (www.elf-a.de)

Bernhard Weik lädt ein zur Weinprobe
(Achtung: Nur mit Anmeldung!)

Donnerstag, 12. Juni 2008, 20:00 Uhr
SNEAK REVIEW
Überraschungsabend

Eine Sneak Preview ist eine Art Vorpremiere, bei der im Kino ein Film vor dem nationalen Filmstart gezeigt wird, ohne dass die Besucher beim Kartenkauf wissen, welcher es ist.
Wir laden Sie zur definitiv ersten Sneak Review der Welt ein. Lassen Sie sich von einem unterhaltsamen Programm überraschen! In den letzten siebzehn Jahren haben wir 51 Inszenierungen auf die Bühne gebracht. Dabei haben wir gesteppt, dass die Socken qualmen, wir haben gesungen, sind mit einem Auto über die Szene gefahren, haben uns kopfüber an Deckenbalken gehängt, das Publikum mit Leberwurstbroten gefüttert und uns mit unserer eigenen Videoaufzeichnung gestritten. Eines dieser Programme wird es geben!

Freitag, 13. Juni 2008, 18:00 Uhr
ROMEO UND JULIA KOPERNIKUS REMIX
"Romeo und Julia Kopernikus Remix"
ist die filmische Bearbeitung des Dramas von William Shakespeare, das Peer Damminger und Uwe Heene im Rahmen eines theaterpädagogischen Projektes mit Schülerinnen und Schülern der Kopernikus-Realschule erarbeitet haben.

Freitag, 13. Juni 2008, 19:00 Uhr
KONZERT FÜR WOLKENGUCKER AM RHEINSTRAND
FAULE WORTE, MÜßIGES GEREDE VON MONIKA-MARGRET STEGER. SCHÖNE TÖNE VON DEN WINDFLÜCHTERN

Windflüchter: das sind der Gitarrist Christian Witt und der Komponist und Gitarrenlehrer Rainer Kröhn aus Mannheim. Musikalisch bewegt sich Windflüchter zwischen verträumten Klangbildern und fetzigen Kompositionen mit lateinamerikanischem Flair. Die je nach Stück und Stimmung mal sehr zarte und dann wieder sehr expressive Musik passt hervorragend zum Wolkengucken. Die Musik der Windflüchter ist verbunden mit einer Lesung über die Faulheit und den Müßiggang mit Monika-Margret Steger. Sie liest "Aus dem Leben eines Taugenichts", erinnert an mehr oder weniger bekannte (oder: an bekannte und weniger bekannte) Volkslieder in diesem berühmten Text der deutschen Romantik, an faule Grillen, den "Hans im Glück" und andere Fabeln und Märchen zum Thema Müßiggang.

Freitag, 13. Juni 2008, 21:00 Uhr
KARUNA
Erwin Ditzner (Drums, Percussion ), Hanno Giullini (Gitarre) , Rainer Pusch (Saxophon); Manickam Yogeswaran (Gesang)
www.rainer-pusch.com

Karuna ist ein Sanskritwort, ein zentraler Begriff des Hinduismus und Buddhismus. Genau übersetzt heißt es Anteilnahme, Mitgefühl, Kompassion - es bedeutet ein sich Einfühlen, Verinnerlichen. Rainer Pusch verwirklicht das Karuna-Bandkonzept eigens für den InselSommer. Ausgehend von karnatischen Kompositionen oder eigenen Kompositionen, die auf Raga und Tala basieren, sucht die Gruppe eine persönliche Ausdrucksform, dringt in die fremde Musik ein - ohne die eigene musikalische Identität zu verlieren.
Leiter des Projektes ist der Musiker und Komponist Rainer Pusch, ein altbekannter Saxophonist aus der Jazzszene der Metropolregion, der nach langer Reisezeit (u.a. in Indien) wieder zurückgekommen ist und einen Schatz an weltmusikalischer Erfahrung mitgebracht hat. Mit dabei ist der srilangesischen Sänger Manickam Yogeswaran. Yoga, wie er von Freunden genannt wird, ist auf der einen Seite ein hervorragend ausgebildeter klassischer, karnatischer Musiker, arbeitet aber in sehr verschiedenen Bereichen von Worldfusion (Die Dissidenten) bis hin zu Shout (einem experimentellen Chor) mit dem er weltweit unterwegs ist.
Mit Erwin Ditzner und Hanno Giullini hat Rainer Pusch zwei Musiker für das Projekt gewonnen, die in der Metropolregion allen Musikfreunden ein Begriff sind.

Freitag, 13. Juni 2008, 23:30 Uhr
PICCOLO SUICIDIO
Das kurze Kultstück zum Abschluss des Abends

Seit 20 Jahren spielt Peer Damminger das einzige Tischdrama der Welt - das Theaterstück aller Theaterstücke. Egal ob in Deutschland, Russland oder im Iran - Tränen der Rührung waren den kleinen Darstellern in Dammingers Händen immer gewiss.

Samstag, 14. Juni 2008, 15:00 Uhr
LOTTA ZIEHT UM
Theaterstück von Astrid Lindgren

Das Berliner "Theater auf der Zitadelle" war schon im letzten Jahr mit riesigem Erfolg zu Gast auf der KinderInsel. In diesem Jahr zeigt das Theater einen Klassiker von Astrid Lindgren.
Lotta hat es nicht leicht mit den Erwachsenen aus der Krachmacherstraße. Wie kann man eine Fünfjährige auch dazu zwingen, einen kratzigen Pullover anzuziehen? Kurzerhand zerfetzt Lotta das ungeliebte Kleidungsstück mit einer Schere. Als ihr klar wird, dass es deshalb wohl Ärger mit der Mutter geben wird, zieht sie um.
Lotta ist ein ungewöhnliches Mädchen. Sie sagt immer: "Das ist merkwürdig mit mir. Ich kann so viel. Ich kann praktisch alles, was ich will." Und das beweist sie ihren Eltern, wenn sie nun ganz allein auf dem Dachboden der netten Nachbarin wohnt.

Samstag, 14. Juni 2008, 19:00 Uhr
KONZERT FÜR WOLKENGUCKER AM RHEINSTRAND
HEAVEN'S GATE

Von Gospels bis Musicals: Konzert mit Heaven´s Gate - bei zahlreichen Konzerten in der ganzen Pfalz begeistert der Chor mit Freude und Schwung und mitreißenden, gefühlsstarken Rhythmen sein Publikum und beeindruckt mit einem umfangreichen Repertoire. Dass sich die Sängerinnen und Sänger um Matthias Weickl auch sozial engagieren, gibt ihren Konzerten einen zusätzlichen Stellenwert.
www.heavensgate-ev.de

Samstag, 14. Juni 2008, 21:00 Uhr
AMSTERDAM KLEZMER BAND
Klezmer, Ska, Rembetiko, Balkansounds, jiddische Raps und Istanbul-Sounds ...

Job Chajes (Altsaxophon); Janfie Van Strien (Klarinette, Sopransaxophon, Vocals); Gijs Levelt (Trompete) Joop v/d Linden (Trompete, Percussion, Tuba); Theo Van Tol (Akkordeon); Jasper de Beer (Kontrabass, Vocals); Alec Kopyt (Percussion) www.amsterdamklezmerband.nl

"Der Name mag verwirren, denn Klezmer ist nur einer der Stile, die sie repräsentieren. Ihre Reise geht vom New Yorker Shtetl über Odessa bis nach Moskau. Auf jeden Fall zählen sie zu den Lieblingen der Russendisko!"
(Journal Frankfurt)
Die "Klezmer Guerilla" (Funkhaus Europa/WDR) zieht mit powervollen und poetischen Live-Acts das internationale Publikum und eine bemerkenswert breit gefächerte Zuhörerschaft jeden Alters in ihren Bann. Ihr erfrischender Ansatz des Klezmer- und Balkan-Sounds überwindet traditionelle Aspekte. Sie verbinden das Vermächtnis der Klezmer-Musik mit der Intensität des Punks und verschiedenen Stilen von Gypsy- und Dance-Musik. Ihre Auftritte hinterlassen ein erstauntes und vom Tanzen schweißgebadetes Publikum.
"Wenn mir jemand vor 28 Jahren in der Ukraine gesagt hätte, dass ich, ein 19-jähriger Hard-Rock-Freak, auf die Musik meines Heimatlandes stehen und diese auch selbst machen würde, dann hätte ich denjenigen ausgelacht." meint Sänger Alec Kopyt aus Odessa. "In meinem Herzen und meiner Seele ersetzte die Magie des Dub - entstanden auf semi-kaputtem Equipment in den jamaikanischen Slums - die multimillionenschweren Produktionen der bekannten westlichen Pop-Monster ... Ich hoffe, die Neuauflage der Musik meines geliebten europäischen Dorfes findet begeisterte Anhänger."

Sonntag, 15. Juni 2008, 10:00 Uhr
DOKTOR AUWIEWEH
Singspiel von Bärbel Maier

Unsere älteste Inszenierung ist wieder im Programm! Doktor Auwieweh ist der Freund der Tiere. Er kann all die schlimmen Verwundungen heilen, mit denen die Bewohner des Waldes zu ihm kommen.
Doch eines Tages erreicht ihn eine eilige Botschaft vom Nilpferd Hippopo am Flusse Limpopo. Dort sind alle Tiere erkrankt, große und kleine - und niemand ist in Sicht, der sie heilen kann. Doktor Auwieweh macht sich auf den Weg, den Kranken zu helfen, doch schon bald verläuft er sich in der eisigen Winterlandschaft. Doktor Auwieweh braucht die Hilfe vieler Freunde, bis er endlich den Fluss Limpopo in Afrika erreicht.

Sonntag, 15. Juni 2008, 12:00 Uhr
LUFTMENTSCHN
Alpenländische Folklore in einer Mischung aus Klezmer, südländischen Klängen und ungarischen Einflüssen - Musikakrobatik vom Feinsten
Thomas Gruber (Akkordeon), Rainer Gruber (Akkordeon und Gitarre), Florian Starflinger (Geige und Bratsche), Michael Fenzl (Kontrabass). www.luftmentschn.de
Luftmentsch ist ein jiddischer Begriff und beschreibt arme Menschen ohne ersichtlichen Beruf - die Musiker finden, der Begriff passt zu ihnen.
Mit Eigenkompositionen, die auf Musik entfernter Länder basieren, locken die vier studierten Barfussgänger ungeahnte Töne und Harmonien aus ihren Instrumenten. Wer kennt schon einen "bayerisch-ungarischen Jodler" oder einen "französischen Walzer aus Niederbayern"? Nach dem Motto "Barfuss durch die Welt der Musik" verschmelzen die Luftmentschen Elemente aus der alpenländischen Folklore mit Klezmer, lassen Tango auf einen Beduinen treffen oder zelebrieren eine bayerische Hochzeit mit ungarischen Einschlägen. Kein Wunder, dass die Band seit 2005 von der Yehudi-Menuhin-Initiative "live music now" gefördert wird. Absolut großartig!
 

 

 

Sonntag, 15. Juni 2008, 15:00 Uhr
FREIES FRÄNKISCHES BIERORCHESTER
Unvergesslicher Nachmittag mit Musik für Wirtshaus und Biertisch. Alte Tanzmusik, alte Schlager, Volkslieder und - nicht ganz ernst gemeint: Popsongs in traditioneller Blasmusikbesetzung.
Erwin Lipsky (C-Klarinette), Gisela Schildbach (Bb-Klarinette), Harald Wölfel (Trompete), Bert Brigulla (Posaune), Anja Hanft (Bariton), Monika Caliebe (Tuba) Rainer Schmid (Djembe/Posaune). www.bierorchester.de

"Ring of Fire'' und ,,Es war im Böhmerwald'', ,,The Doors'' und der oberfränkische Dorfkapellmeister, afrikanische Djembe und traditionelle Blasmusik - dieser scheinbar widersprüchlichen Elemente löst das fränkische Bierorchester spielend auf.
Für die Musiker aus Franken ist ein fließender Prozess der Erneuerung wichtiger Faktor für das Fortbestehen von traditioneller Musik. Volksmusik war immer im Wandel, immer Veränderungen ausgesetzt und immer Moden unterworfen.

 


Montag, 16. Juni 2008, 20:00 Uhr
KAFKA - DIE VERWANDLUNG (PREMIERE)
Theater von Franz Kafka

Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.
Die Verwandlung ist Franz Kafkas meistgelesener Text und zugleich das am häufigsten interpretierte Werk des Prager Autoren. Und doch ist die absurd groteske Ausgangssituation das Einzige, was vielen Menschen von der Geschichte im Gedächtnis haften bleibt.
Dabei schreibt Kafka in eindrucksvollen alptraumhaften und zugleich komischen Bildern von der physischen und psychischen Verweigerung eines jungen Mannes, von seiner duldsamen Auflehnung gegen die entwürdigende Existenz als Handlungsreisender, die mit seinem Tod endet.
Wird auf unserer Bühne ein riesiger Käfer in einem Biedermeierbett erwachen? Zweifellos nicht! Uwe Heene ist nicht Gregor Samsa - er schafft sich mit Kafkas großartigen Text seinen Raum und seine eigene Realität - eine Geschichte voller Komik, voller Verzweiflung und Empörung.

Dienstag, 17. Juni 2008, 20:00 Uhr
SNEAK REVIEW
Überraschungsabend

Mittwoch, 18. Juni 2008, 15:00 Uhr
MAX UND MORITZ (PREMIERE)
Wilhelm Busch gilt als der Erfinder des Comics. Seine Geschichte von "Max und Moritz" machte ihn weltberühmt. Zu seinem hundertsten Todestag trägt KiT`Z zwei seiner bekanntesten Lausbübereien vor. Neben den schon benannten Streichen von Max und Moritz erzählen Bärbel Maier und Uwe Heene die ebenso schwarz-humorige Geschichte der beiden Hunde Plisch und Plum. Dabei präsentieren sie nicht nur die wunderbar eingängigen Verse von Busch, sondern auch seine unvergleichlichen Illustrationen.

Donnerstag, 19. Juni 2008, 18:00 Uhr
DIE SICHTBARE STADT
Lesung mit Hasan Özdemir, Bilder von Günther Wilhelm

Städte werden älter, verlieren Menschen, bekommen neue Gesichter, neue Plätze, Straßen, Bäume. Städte wandeln sich mit der Geschichte. Literatur und Fotografie halten Momente einer Gegenwart für die Zukunft und die Erinnerung fest. Hasan Özdemir hat 12 Geschichten geschrieben, 12 literarische Porträts unserer Stadt, Günther Wilhelm hat Bilder in einem surrealen Blau in einer der ältesten Fototechniken, der Cyanotypie, gemacht, die die Stadt sichtbar machen.

Donnerstag, 19. Juni 2008, 20:00 Uhr
FEUERZANGENSOLO
Ein comediantischer Theaterabend mit Uwe Heene

Uwe Heene lässt das Herz der Feuerzangenbowle wieder auflodern.

Freitag, 20. Juni 2008, 18:00 Uhr
MIT SCHWEIN UND HUHN NACH ISFAHAN
KiT`Z im Iran

Im November 2007 wurde das Ensemble des KiT`Z auf das 14. Theaterfestival für Kinder und junge Erwachsene in Isfahan eingeladen. Während der Reise in den Iran hielten die Akteure ihre Erlebnisse und Eindrücke in Videotagebüchern fest. Entstanden ist ein spannender und lebendiger Blick in das Leben hinter dem neuen "eisernen Vorhang" im "Zentrum des Bösen".

Freitag, 20. Juni 2008, 19:00 Uhr
KONZERT FÜR WOLKENGUCKER AM RHEINSTRAND
RORO

Grenzgänger zwischen Rock und Jazz, zwischen arabischem Taksim und indischen Ragas
www.romanbunka.com

Roman Bunk (Oud, Gitarre); Roland Schaeffer (Nadaswaran, Saxophon)
Die musikalischen Lebenswege der beiden Musiker haben sich oft gekreuzt, angefangen bei Embryo und Guru-Guru, den Krautrockbands der frühen siebziger Jahre. Beide haben sich als Solisten weiterentwickelt, und beide verbindet die Liebe zur außereuropäischen Musik. Roman Bunka ist einer der bekanntesten europäischen Virtuosen der arabischen Laute, der Oud, die er in Kairo bei Abdo Dagir studiert hat. Solokonzerte und Tourneen führten ihn durch die gesamte arabische Welt. Roland Schaeffer begann in Süd-Indien das Studium der Nadaswaran, eines traditionellen Blasinstruments, und wurde schnell einer der führenden Solisten Europas. Konzerte in Indien und der arabischen Welt folgten.
Die beiden sind Grenzgänger und verbinden ihre Erfahrung aus Rock und Jazz mit musikalischen Stilen aus dem Morgenland in ihrer unglaublichen Vielfalt. Sie spielen arabische Taksim und indische Ragas und verlieren dabei nie ihre eigene Geschichte aus den Augen. Hier sind zwei echte Weltmusiker am Werke!

Freitag, 20. Juni 2008, 21:00 Uhr
DIKANDA
Eigenwilliger Weltmusik-Mix aus Polen mit Melodien von Russen, Griechen, Arabern, Türken, Mazedoniern und anderen.
Ania Witcak (Akkordeon, Gesang), Kasia Dziubak (Geige, Gesang), Piotr Rejdag (Gitarre), Grzegorz Kolbrecki (Kontrabass) und Daniel Kaczmarczyk (Perkussion).www.dikanda.prv.pl
Freude am Singen und Spielen, Leidenschaft, Spontaneität und jede Menge Energie - DIKANDA hat einen neuen, sehr lebendigen Stil geschaffen. Mit selbstkomponierten Texten und Melodien aus Mazedonien, der Ukraine, aus Polen und Griechenland, aus Russland und Arabien geht es DIKANDA nicht um irgendwelche ethnischen Klänge, sondern um die Suche nach eigenen Tönen, die aus der Kraft der Volksmusik schöpfen. Fans von Lodz bis Los Angeles bezeichnen ihre Musik als vulkanähnlich. Ihre Auftritte führen sie durch ganz Europa, sie werden zum Bardentreffen in Nürnberg bis hin zum weltberühmten Montreux Jazz Festival eingeladen.

Samstag, 21. Juni 2008, 14:00 Uhr und 15:30 Uhr
DAS KLEINE ICH BIN ICH
Theaterstück nach dem bekannten Bilderbuch

Das mehrfach preisgekrönte Theater Geist aus Berlin zeigt wunderbares Figurentheater.
"Wer bist´n Du?" quakt der Frosch.
Das ist die Frage, die das unbekümmerte kleine Etwas in die große Krise stürzt: Ihm fällt einfach keine Antwort ein. Drum zieht es los, sucht seine Artgenossen und trifft immer nur Tiere, die anders sind. Pferd, Kuh, Fisch, Vogel, Nilpferd - das kleine ICH ist das alles nicht. Erschöpft und ratlos fühlt es sich plötzlich als Gar-Nichts, bis ihm etwas Einzigartiges auffällt...
Eine schillernde Geschichte von Einem, der auszog, sich in Anderen zu suchen, sich aber letztlich in sich selbst findet. Eine phantastische Reise zu Identität und Orientierung, Toleranz und Bewusstsein. Erzählt und gesungen von einem seltsam großen bunten Wesen, einer musizierenden Kiste auf 4 langen dünnen Beinen und einem frechen karierten Kistenbewohner, der den grünen Faden der Geschichte erklimmt.
"Spielend" finden alle drei zusammen eine Antwort....

Samstag, 21. Juni 2008, 19:00 Uhr
KONZERT FÜR WOLKENGUCKER AM RHEINSTRAND
ASGARD

Leidenschaft, Temperament, Humor, eine schöne Stimme und die Perfektion auf dem Akkordeon- Französische Chansons und Musette-Melodien
Asgard (Gesang und Akkordeon) www.asgard-musik.de
Das Akkordeon erlernte Asgard schon in ihrer Kindheit, zu singen begann sie erst viel später. Nach der Schauspielschule nahm sie Gesangsunterricht und erprobte ihre Stimme in verschiedenen Formationen quer durch die Rock- und Popwelt. Nach einem Intermezzo in der Welt der Rockoper entdeckte sie das Akkordeonspiel wieder neu.
Was ihre Lieder so eingängig und bei allem Melodiereichtum einzigartig macht, ist zweifellos Asgards Stimme. Ein wunderbarer, natürlich und jung klingender Alt, ein Klang wie dunkelroter Samt, perfekt umspielt von den feinen Tönen des Akkordeons, die ihre Musik in ein französisches Kolorit tauchen.

Samstag, 21. Juni 2008, 21:00 Uhr
BEVANO EST
Einflüsse aus Jazz, Klezmer und mediterrane Wohlklänge
Stefano Delvecchio (Diatonisches Akkordeon, Gesang); Vanni Bendi (Gitarre),
Giampiero Cignani (Klarinette); Diego Sapignoli (Schlagzeug) Die Musikgruppe stammt aus Forli in der Nähe von Bologna. Sie nennen sich nach einer Raststätte auf der Autobahn A14 zwischen Forli und Cesena. Damit wollen sie auf den (nun ja ... wenn sie sich selbst als vorübergehend bezeichnen wollen ....) Charakter ihrer Stilrichtung d.h. auf die (ist eigentlich negativ!) Verbindung verschiedener Richtungen in ihrer Musik verweisen: Die Gruppe bietet eine faszinierende Verbindung verschiedener Stilrichtungen wie Tango, Jazz, Klezmer und süditalienischer Tarantella. Von den schnellen Rhythmen der wilden Tarantella über langsame, romantische Melodien bis hin zu volkstümlichen Anklängen an die bäuerliche (?) Musiktradition bieten die Musiker ein einzigartiges, breit gefächertes Repertoire. Durch ihr Spiel mit dem Tempo, die Themenvariationen und durch die ungewöhnlicheInstrumentierung (oder: Zusammensetzung der Instrumente?), (Violine, Klarinette, Gitarre, Schlagzeug, diatonisches Akkordeon) bieten sie einen wahren Hörgenuss.
Die Musik von Bevano Est ist eine raffinierte Mischung von Neuem und Altem, von Tradition und Neuschöpfung. Die volkstümliche italienische Musik, auf die sie sich hauptsächlich beziehen, ist in der Region der Appeninnen der Emilia Romagna beheimatet. Dort ist der Tanz auch heute noch mit den zahlreichen Tanzfesten, dem Straßentanz und den vielen Ballsälen von großer sozialer Bedeutung. Bevano Est verbindet die typischen Tänze dieser Region (wie Giga, Saltarello, Galoppa, Bergamasco, Tresca, Mazzurka und Polka) mit der Tarantella und erschafft dadurch einen musikalisches Spektrum, in das sie Balkan-, Czaden- (was immer das ist) Klezmer- und griechische Musikstile einbinden.

Sonntag, 22. Juni 2008, 10:00 Uhr
ALBIN UND LILA
von Rafik Schami

Alles läuft prima auf dem Bauernhof. Die Schweine suhlen sich in ihrer Pfütze, die Hühner scharren und picken und der Hahn hat einen prächtigen Misthaufen.
Alle sind glücklich und zufrieden.
Alle? - Nein, nicht alle.
Das Schwein Albin ist unglücklich. Denn alles an Albin ist weiß - Rüssel, Schwarte und Ringelschwänzchen. Kein Schwein will mit "Quarkhaufen" Albin spielen. Gerade als er wieder mal unglücklich in seinem alten Autoreifen hockt, trifft er Lila, ein Huhn, das keine Eier mehr legen kann.
Die beiden Außenseiter freunden sich an, erzählen sich Geschichten und betrachten nachts heimlich den Mond. Bald wird Ihnen klar, wie wertvoll ihre Freundschaft ist. Als der fiese Fuchs den Hof bedroht, haben alle durch den cleveren Albin und die mutige Lila noch einmal Schwein gehabt.

Sonntag, 22. Juni 2008, 11:00 Uhr
MIT SCHWEIN UND HUHN NACH ISFAHAN
KiT`Z im Iran

Während der Reise in den Iran anlässlich der Einladung zum Theaterfestival in Isfahan hielten die Akteure ihre Erlebnisse und Eindrücke in Videotagebüchern fest. Entstanden ist ein spannender und lebendiger Blick in das Leben hinter dem neuen "eisernen Vorhang" - im Zentrum des "Bösen".

Sonntag, 22. Juni 2008, 12:00 Uhr
SYMPHONISCHES BLASORCHESTER LUDWIGSHAFEN
Es ist wahrlich eine gute Tradition: die letzten Töne beim InselSommer gehören unseren local heroes, den 60 Musikerinnen und Musikern des Symphonischen Blasorchesters. Ihr Repertoire ist ein besonderes Merkmal dieses Orchesters, sie schöpfen aus einem breiten Spektrum an musikalischen Gattungen. Originalkompositionen für sinfonisches Blasorchester, Transkriptionen und Arrangements klassischer Werke, Auszüge aus Musicals, Filmmusiken, Kompositionen für Big Band, Märsche und volkstümliche Musik befinden sich im Programm des Orchesters. Und jedes Jahr wieder gelingt es ihnen und ihrem Dirigenten Hans Breika, den Inselsommer heiter und beschwingt ausklingen zu lassen.www.sbo-lu.de